Andalusische Kampagne „Mares que Saben“ ruft zu Verantwortung an der Küste auf

q w, tags: nachhaltige - unsplash

Wann habt ihr das letzte Mal überprüft, ob euer Fisch eine Kindheit hatte? Diese Frage treibt am 5. August in La Cala del Moral an Land, wenn eine fröhliche Strandaktion ein ernstes Problem ins Visier nimmt: illegale, nicht nachhaltige Fischerei.

Im Rahmen der Initiative Mares que Saben der andalusischen Regierung verwandelt sich ein gewöhnlicher Strandtag in einen Aha-Moment zum Thema Meeresschutz.

Ein Strandtag mit Lernfaktor

Von 10.30 Uhr bis 14.30 Uhr und noch einmal von 17 bis 21 Uhr wird der Strand vor der Calle San Juan zum Freiluftklassenzimmer.

Ein buntes Zelt empfängt Familien mit Mitmach-Aktionen für alle Altersgruppen. Kinder können mit überdimensionalen Linealen (Ictiómetros) Fischmodelle vermessen und so die gesetzlichen Mindestmaße kennenlernen. Außerdem warten Tombolas, Give-aways und Spiele rund ums Meer – alles kostenlos und offen für alle.

Der Ton ist spielerisch, das Ziel ernst: Wer zu kleine Fische fängt, schwächt künftige Bestände und gefährdet das Auskommen von Kleinfischer:innen, die sich an die Regeln halten. Die Kampagne lädt euch ein, die Verbindung zwischen dem Teller und den Methoden zu sehen, die das Meeresleben erhalten.

Kultureller Stolz trifft verantwortungsvollen Fischkonsum

Stadtrat Sergio Díaz betont, es gehe um Respekt vor dem Meer, der traditionellen Fischerei und den Menschen, die von ihr leben.

Gesetzliche Mindestgrößen sollen Fischbestände gesund halten und Küstengemeinden ermöglichen, weiter zu arbeiten, ohne die Ressourcen zu erschöpfen. Indem die Kampagne lokalen, nachhaltigen Fisch bewirbt, feiert sie die Identität Andalusiens – und fordert zugleich klügere Entscheidungen.

Eine regionale Initiative mit Langzeitwirkung

La Cala del Moral ist nur eine Station einer küstenweiten Aktion. Mehr als 200 Veranstaltungen sind von Juli bis Mitte August geplant; über eine Million Euro stammen von der Junta de Andalucía und dem EU-Fonds für maritime Angelegenheiten und Fischerei. So wird Nachhaltigkeit Teil des Sommers.

Das Ziel ist nicht, Konsument:innen an den Pranger zu stellen, sondern sie so einladend wie möglich zu informieren. Und wenn es dazu eine kostenlose Strandtasche und ein paar fischige Spiele gibt – umso besser.

Denkt bei der nächsten Bestellung von pescado an die Kleinen. Lasst sie wachsen. Die Zukunft des Meeres könnte genau davon abhängen.