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- Roter Piranha -
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Haltung und Pflege
Die Haltung von Roten Piranhas gestaltet sich eigentlich problemlos, wenn man auf die Grundbedürfnisse dieser Fische Rücksicht nimmt.

Wichtige Parameter zur erfolgreichen Pflege sind:
  • Richtige Temperatur 24 - 26C (empfohlen ca. 25C, bei Zucht höher)
  • Ausreichender Platz (bezogen auf die Anzahl der Tiere)
  • Gute Bepflanzung (nicht unbedingt die Anzahl, sondern wie bepflanzt wird)
  • Dekoration (ist aber eher ein sekundärer Punkt)
  • Gute Filterleistung (jedoch nicht allzustarke Strömung)
  • Futter (Lebendfutter ist kein Muss, es sollte sogar darauf verzichtet werden)
  • Intensiver Kontakt des Pflegers zu seinen Piranhas

Ausreichendes Platzangebot; siehe auch: [ Geeignete Aquarien ]
  • bei 5 Roten P. - Empfehlung: Becken 150 x 60 x 60 cm - (min. 130 x 60 x 60 cm)
  • bei 6 Roten P. - Empfehlung: Becken 180 x 60 x 60 cm - (min. 150 x 60 x 60 cm)
  • bei 7 Roten P. - Empfehlung: Becken 200 x 60 x 60 cm - (min. 160 x 60 x 60 cm)

Wie bereits erwähnt, sollte möglichst (Statik, Zimmergrösse etc. es erlauben) immer das grösstmögliche Becken gewählt werden. Wer nicht über diese Möglichkeiten einer Aufstellung der Mindestgrösse eines Beckens verfügt, lieber auf die Haltung von Piranhas verzichten; ohne das diese Aussage jetzt abwertend oder böse gemeint ist. Aber schliesslich handelt es sich hier um lebende Tiere, welche verantwortungsvoll betreut und gepflegt werden sollte.

Gute Bepflanzung

Unter einer guten Bepflanzung soll nicht verstanden werden, das Becken wahllos mit Pflanzen vollzuquetschen, sondern dem Habitat der Piranhas entsprechend auszuwählen und bevorzugt harte Pflanzen einzusetzen.

Die Pflanzanordnung muss nicht dem herkömmlicher Aquarien entsprechen, wo die Anordnung einem umgedrehten U nachgebildet ist. Hier können auch z.B. Mittelgrundpflanzen zwischen die Hintergrundpflanzen gesetzt werden, um einen gewissen Schwimmraum im hinteren Drittel des Beckens freizuhalten. Man wird schnell feststellen, das sich die P. dort sehr gerne aufhalten und fast regungslos über den kleineren Pflanzen verweilen.

Bei der Einteilung von Pflanzengruppen, sollte die Draufsicht einem rechtwinkligen Dreieck entsprechen. So können die Fische zwischen diesen Pflanzen gut schwimmen, bieten aber darüber hinaus einen ausgezeichneten Sichtschutz zum Nachbarn. ( Hier werden Bilder zum Pflanzschema folgen). Auch ein Wechsel von hochwachsenden und kleinerbleibenden Pflanzen sorgt für das Wohlbehagen der Piranhas. Auf bodendeckende Pflanzen kann getrost verzichtet werden, da diese über kurz oder lang von den Piranhas zerbissen werden.

Filter

Der Filter sollte so bemessen sein, dass das Wasservolumen des Beckens ca. 2 - 2,5 mal pro Stunde durchfiltert wird. Dabei sollte der grösstmögliche Filter (bezgl. des Filtervolumens) berücksichtigt werden. Eine evtl. zusätzliche mechanische Vorfilterung wäre von Vorteil. Diese mechanische Vorfilterung dient hauptsächlich dazu, Fleischreste oder grober Schmutz dem Wasser zu entziehen, bevor das Wasser anschliessend im Filter biologisch gefiltert (gereinigt) wird. Bei Topffiltern gibt es diese Vorfilter als optionales Zubehör zu kaufen. Bei Innenfiltern (z.B. Juwel) dient eine Schicht Wattevlies als mechanische Vorfilterung. Der Vorfilter sollte mindestens 1x in Woche (bei starker Verschmutzung öfter) gereinigt, bzw. die Watte erneuert werden.

Futter

Das Futter sollte abwechslungsreich verabreicht werden. Dabei sollte vornehmlich Fischfleisch verfüttert werden - z.B. Forelle, Lachs, Scholle, Stinte, Muschelfleisch etc. Diese Futter kann in jedem Lebensmittelmarkt in der Kühlkostabteilung gekauft werden.

Des öfteren ist zu lesen, das man auch gut Rinderherz füttern kann. Allerdings sollte an dieser Stelle erwähnt werden, das eine überwiegende Fütterung mit Rinderherz, auf lange Sicht zu einer Organverfettung führen kann. Die Folge ist oftmals ein unerklärlicher Todesfall und erst beim öffnen des toten Piranhas erkennt man deutlich die Verfettung der Organe. Ich verzichte jedenfalls auf die Verfütterung von Rinder-, Schweineherz und Fleisch. Dafür füttere ich ab und zu etwas Hühnerklein (Hühner- und Putenherz).

Ein besonders wichtiger Punkt beim füttern von Tiefgeforenem, ist das zuvorige Auftauen. Niemals sollte das Futter noch im geforenen Zustand ins Becken geworfen werden. Zum einen sind Piranhas schnellfressende Fische und werden auch grössere Brocken verschlucken. Was wohl im Darm eines solchen Tieres stattfindet, welches einen grösseren Brocken Eisfutters verschluckt hat, kann man sich wohl gut vorstellen indem man diesselbe Menge selbst verschluckt ;-). Zum anderen sorgt das Tauwasser für einen nicht unerheblichen Anstieg des Phosphatgehaltes, was sich nach einer gewissen Zeit in Folge von unliebsamem Algenwuchs bemerkbar macht.

Intensiver Kontakt zum Pfleger

Immer wieder ist in der Literatur zu lesen, das Piranhas scheue Fische seien und das Becken daher an einer ruhigen Stelle oder externem Raum aufgestellt werden soll, da sie ansonsten wild durch Becken schiessen und sich an Scheiben oder Dekorationsgegenstände stossen würden !?

Dieser allgemeinen Aussage möchte ich an dieser Stelle widersprechen. Sicher sind Piranhas vorsichtig aber nicht im eigentlichen Sinne scheu. Das zuvor beschriebene Schiessen durch Becken ist zumeist gerade bei den abseits aufgestellten Becken zu beobachten.

Es ist nichts anders als die Reaktion (angeborener Instinkt) der Piranhas zunächst auf ein ihnen unbekanntes Geschehen (z.B. Geräusche, Personen, Lichtreflexe etc.) mit Ausweichen (Flucht) zu reagieren. Da Piranhas hierbei recht hohe (Flucht-)Geschwindigkeiten erreichen ist es nicht verwunderlich, das sie in den heimischen, beengten Becken an Einrichtungsgegenstände und Scheiben stossen.

Zurückgreifend auf meine Erfahrung würde ich empfehlen das Becken dort aufzustellen, wo die Piranhas das tagtägliche Geschehen in unserer Wohnung miterleben können. Sehr schnell werden sie feststellen wie ausserordentlich zutraulich auch Piranhas werden können, wenn dieses Umfeld noch zusätzlich durch den intensiven Kontakt der Pfleger unterstützt wird, verlieren die Piranhas fast völlig ihre Scheu und legen stattdessen eine regelrechte Neugierde an den Tag.


Copyright © 2001 by [ Dietmar Reez ]